Leitfaden zur nutzerzentrierte Prozessoptimierung für die Verarbeitung von Kurzarbeitsanträgen in Zeiten von Corona (Arbeitstitel)

Thema:
Leitfaden zur nutzerzentrierte Prozessoptimierung für die Verarbeitung von Kurzarbeitsanträgen in Zeiten von Corona (Arbeitstitel)
Art:
BA
BetreuerIn:
Florian Bockes
BearbeiterIn:
Sebastian Schwarz
ErstgutachterIn:
Raphael Wimmer
ZweitgutachterIn:
N.N.
Status:
in Bearbeitung
angelegt:
2020-07-08
Antrittsvortrag:
2020-07-27

Hintergrund

Während der Corona-Zeit hat der Druck auf die Verwaltung enorm zugenommen. Alleine die Bundesagentur für Arbeit hat auf Grund der Umstellung vieler Firmen auf Kurzarbeit und entsprechende Gesetzesentwürfe, die den Antrag auf Kurzabriet erleichtern [1], einen gravierenden Mehraufwand erfahren – 6 Millionen Menschen sind in Kurzarbeit gegangen und jedes dritte Unternehmen erhält Geld von der Nürnberger Zentrale [2]. Um diesen bewältigen zu können wurden neue Programme geschrieben, die die Kommunikation mit der BA vereinfachen sollen. Wie es jedoch für die Mitarbeiter in der Verwaltung aussieht und was sie von den neuen Programmen halten, wird kaum gefragt. Die Systeme sind meist sehr undurchsichtig. Innerhalb der Prozesse herrscht ein kompliziertes Netzwerk von verschiedenen Anwendungen, die die Informations- und Interaktion mit den Systemen für die Angestellten erschwert. Auf Grund des OZG (Online Zugangs Gesetzes) und anderen Initiativen, die die Verwaltung der Behörden agiler, einfacher und überschaubarer machen sollen, ist die Digitalisierung in der Verwaltung bereits in die verschiedenen Teilbereiche der Behörden eingezogen.[3]. Durch die Corona Krise hat sich dieser Prozess um das Vielfache beschleunigt. Markus Schmitz, der CIO der Nürnberger BA drückt es so aus: „Früher hätte die Umsetzung [einer Antrag-App] wohl ein halbes Jahr gedauert. Heute erledigen wird das in einem agilen Softwaresprint.“[2] Durch die schnellen Änderungen, die eingeführt wurden, ist aber die Bedienfreundlichkeit für die Mitarbeiter hintangestellt worden. So besteht ein allgemeines Interesse darin die Prozesse der Verwaltung zu optimieren.

Zielsetzung der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es mithilfe einer quantitativen Analyse festzustellen, welche Prozessketten in der Verwaltung auftreten und welche verbessert werden können. Dabei soll insbesondere auf Informations- und Interaktionsverhalten eingegangen werden. Unter diesen Gesichtspunkt fällt sowohl die Digitalisierung der Verwaltung als auch die Human Computing Interaktion, beide sind wichtige Forschungsbereich der Medieninformatik.

Konkrete Aufgaben

  • Literaturrecherche
  • Hospitation in der Bundesagentur für Arbeit (Landshut oder Regensburg)
  • Interviews/User Cases und Remote Studie (1 Woche)
  • Erstellen und Auswerten der Fragebögen (2 Wochen)
  • Optimierung (1 Woche)
  • Testgruppe (1 Woche)
  • Evaluation (1 Woche)
  • Schriftliche Ausarbeitung fertigstellen (2 Wochen)

Erwartete Vorkenntnisse

Qualitative und quantitative Datenerhebung

Weiterführende Quellen

arbeiten/verwaltungsworkflows_kurzarbeit_frueher_arbeitstitel.txt · Zuletzt geändert: 23.07.2020 17:09 von Florian Bockes
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